Treffen der Giganten - ein etwas anderer Konzertbericht
Freitag, 03.09.2010: Udo Lindenberg und das Panikorchester geben ein Konzert im idyllischen Waldhotel "Tannenhäuschen" in Wesel anlässlich der Eröffnungsveranstaltung von "Rhythm & Art", eines gemeinsamen Projektes von Petra Paßmann nebst Gatten, dem Panik-Trommler Bertram Engel. Udo hautnah – da müssen wir natürlich hin. Der Meister schreibt eh, dass wir uns mal sehen müssen, also kündigen wir natürlich unseren Besuch Tage vorher an. "Klar – kommt ma kieken" antwortet Udo per SMS. Wir sind mal gespannt.
19.30 Uhr – eine halbe Stunde vor Konzertbeginn treffen wir ein, kurzer Lagecheck: Bierbude links, Eierlikör rechts, daneben gibt’s Würstchen – die Bühne ist - logisch - vorne. Alles paletti, da müssen wir hin. Auf dem Weg treffen wir direkt einen gut gelaunten Jörg Sander, der sich gerne mit Gerrit fotografieren lassen möchte – oder war´s umgekehrt? Wir gehen weiter zur Bühne, dort steht Steffi Stephan. Reni hatte schon mal mit ihm gequatscht, erkennen wir uns wieder? Keine Panik! " Informiert mich auf jeden Fall, wie´s bei euch weitergeht" und Reni hat sein zweites Foto mit der "Hebamme des Panikorchesters". Der Panik-Scanner läuft weiter, wo ist Bertram Engel? Kommt auf uns zu, hat es aber offensichtlich eilig, keine Chance, kurz ranzukommen. Sei ihm vergeben, schließlich ist er der Organisator der Veranstaltung. Martin wird nervös, Jean-Jacques Kravetz steht neben dem Monitor-Mischer, ca. 10 Meter von uns. Kommen wir ran? 2 Sekunden später hat Jean-Jaques einen L10-Prospekt unter der Nase und einen Edding in der rechten Hand. Und sie stecken ihre Köpfe für´s Foto zusammen: Panik-Pianisten unter sich. Jetzt ist auch Bertram wieder entspannt, hat kurz Zeit für ein Foto und ein kurzes Gespräch mit Christian – nach dem Konzert sollen die beiden noch ausgiebig fachsimpeln können – aber dazu später.
19.58 Uhr – gleich ist Konzertbeginn – Eddy Kante bahnt den Weg für den Mann mit Hut frei – da geht zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nichts, mit Eddy ist da nicht zu spaßen. Udo betritt die Bühne, das Konzert beginnt – eine Panik-Show der Extraklasse, auch wenn sie in kleiner Besetzung spielen, Hannes Bauer, Carola Kretschmer und Hendrik Schaper sind heute leider nicht dabei – Udo Lindenberg und sein Panikorchester bleiben, auch wenn sie in die Jahre gekommen sind, nach wie vor Deutschlands Nr. 1 Rocker.
21.45 Uhr - aus den angekündigten 40 Minuten sind fast zwei Stunden geworden, wir waren live dabei, grooven immer noch mit, obwohl die Band längst aufgehört hat – jetzt ist erst mal ein Eierlikör fällig. Udo ist längst im Hotel, wir vertreiben uns die Zeit erst mal mit Wirtschaftankurbeln. 3 Biere später kommt dann die Nachricht vom Meister: "Noch eine Stunde, o.k.?" Natürlich Udo, wir sind noch hier!
Nachdem wir die Ausstellung besichtigt haben, setzen wir uns ins Foyer und harren der Dinge, die da kommen sollen. Treffen nochmals Bertram, der sich ausgiebig mit Christian austauscht, Jean-Jacques setzt sich noch zu uns, nach dem Konzert ist auch er jetzt sichtlich entspannt.
23.30 Uhr - im Foyer tummeln sich die letzten Fans, die noch auf den Panik-Präsidenten hoffen, 40, vielleicht 50, einige mit Hut und Brille, aber alle vom Panik-Virus befallen. Dann geht ein Raunen durch die Menge, das Licht scheint sich zu verändern, eine Traube von offensichtlich wichtigen Leuten betritt die Lobby, vorneweg Eddy Kante, mittendrin ist ER nur zu erahnen – dann wird es plötzlich ganz still: Der Meister will was sagen: "Ich such die Jungs von LINDSTÄRKE 10!" Ab jetzt steht die Zeit plötzlich still. Udo schaut in Zeitlupe suchend durchs Foyer, alle anwesenden Personen scheinen in einem Zeitfenster eingefroren, nur 5 Panik-Piraten, erwachsene Männer, vergessen alles, was sie in der Rock´n´Roll-Schule über Coolness gelernt haben und springen wie von der Tarantel gestochen auf und rufen: "Hier, Udo! Hier, Hier !!" Wahnsinn!
23.30 Uhr - im Foyer tummeln sich die letzten Fans, die noch auf den Panik-Präsidenten hoffen, 40, vielleicht 50, einige mit Hut und Brille, aber alle vom Panik-Virus befallen. Dann geht ein Raunen durch die Menge, das Licht scheint sich zu verändern, eine Traube von offensichtlich wichtigen Leuten betritt die Lobby, vorneweg Eddy Kante, mittendrin ist ER nur zu erahnen – dann wird es plötzlich ganz still: Der Meister will was sagen: "Ich such die Jungs von LINDSTÄRKE 10!" Ab jetzt steht die Zeit plötzlich still. Udo schaut in Zeitlupe suchend durchs Foyer, alle anwesenden Personen scheinen in einem Zeitfenster eingefroren, nur 5 Panik-Piraten, erwachsene Männer, vergessen alles, was sie in der Rock´n´Roll-Schule über Coolness gelernt haben und springen wie von der Tarantel gestochen auf und rufen: "Hier, Udo! Hier, Hier !!" Wahnsinn!
Dann drückt jemand auf den Knopf und die Zeit fließt weiter, Udo kommt auf uns zu, begrüßt jeden mit Handschlag, dann setzen wir uns. Wir fünf, Udo, Eddy und Hermjo Klein, seines Zeichens Konzertveranstalter. Um uns herum jede Menge Leute, Udos Geheimräte und Fans. Udo ist entspannt, zündet sich im Nichtraucher-Foyer erst mal seine Zigarre an und bekommt prompt einen Dessert-Teller als Aschenbecher. Bestellt sich ein alkoholfreies Weizen und plaudert locker los. Von Mucker zu Mucker, erstmal die Standards: "Und, wie war der Sound gerade – die Gitarre musste doch lauter, oder?" Er weiss, dass einige von uns aus Emsdetten kommen, zu dieser Stadt hat er eine ganz besondere Beziehung: "Da hat damals das allererste Panik-Konzert stattgefunden – 1973, das waren noch Zeiten". Beantwortet unsere Fragen nach seinen nächsten Zielen, erzählt von der vergangenen Rockliner-Tour und von der Entstehung seines letzten Albums "Stark wie zwei". Fragt nach unseren Motiven, unsere Musik hat er bereits gehört. "Alle Achtung, toll was ihr da macht." Bezeichnet uns als seine Propheten, die seine Botschaft weiterverbreiten. Machen wir gerne. Zwischendurch ein Blick zu Eddy, das Weizen kommt doch noch? Captain Claus startet sofort los zum Tresen und präsentiert nach einer Minute das gewünschte Getränk. "Danke, das ist lieb von dir!" Ein toller Typ, dieser Udo Lindenberg. Nach 45 Minuten schließlich schaut Eddy nervös auf die Uhr, der Tross muss weiter. Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt, das müssen wir Udo versprechen. Einen Geheim-Auftrag gibt er uns noch, da werden wir dran arbeiten, versprochen. Das abschließende Gruppenfoto schießt Deutschlands führender Konzert-Veranstalter Hermjo Klein persönlich, dann muss Udo weiter. Und fünf frisch ernannte Panik-Propheten fallen sich in die Arme. Aber sonst ist heute wieder alles klar…