Lange haben wir drauf warten müssen, endlich war der Tag gekommen: Udo´s Tour "Ich mach mein Ding 2012" in Oberhausen. Geilomat, da sind wir doch dabei!!
15:30 Uhr: Das Galaxi-Taxi nimmt Kurs auf Oberhausen, die Bahn ist frei und um 17:10 checken wir in unser Hotel ein. Reicht die Minibar, um sich einzugrooven? Nö, erst mal ne Sammelbestellung an den Zimmerservice, Sabrina heisst sie und hat sogar 1A-Eierlikör am Start. Panikshirts und Lederhosen verlassen den Koffer und dann geht´s ab zur Köpi-Arena.
18:30 Uhr: Vor dem Einlass treffen wir erst mal die üblichen Verdächtigen, wieder viele Geheimräte und Experten unterwegs, man kennt sich oder lernt sich kennen - die Panikfamilie ist immer und überall. Vor der Bierbude läuft bereits Udo-Mucke, überall wird laut mitgesungen - eine tolle Panik-Atmosphäre macht sich bereits hier draussen bemerkbar.
19:15 Uhr: Noch 45 Minuten bis Showtime. Im Innenraum sind soviele Doubles unterwegs, Udo könnte sich hier problemlos unters Volk mischen.
20:00 Uhr: Das Saallicht erlischt und ein ohrenbetäubender Jubel überschallt beinahe das klassische Intro, diesmal die Filmmusik aus "Der Pate". Auf der riesigen Videowall schwebt die Hindenburg über New York, eine zeitgenössische Aufnahme aus den 30ér Jahren - dann öffnet sich die Videowand und macht den Weg frei für den Panik-Präsidenten, der in einem riesigen Zeppelin über den Köpfen der 12.000 Fans in die Arena einschwebt - ein pompöser Auftritt, der seinesgleichen sucht.
Mit der Odyssee eröffnet das glänzend aufgelegte Panikorchester schließlich die Show, "Götter in Menschengestalt und die älteste Boyband der Welt" stellt Udo seine alten Mannen vor. Dazu umgibt sich Udo in gewohnter Weise mit auffälligen, guten Solisten: Celina Bostic und Nathalie Dorra machen nicht nur stimmlich eine gute Figur, Ole Feddersen singt heute für Jan Delay mit Udo im Duett, Josie Busch aus dem Musical "Hinterm Horizont", dazu gibt es Tänzerinnen, mit Artisten gefüllte Glaskugeln, alte Greise schieben Rollatoren über die Bühne und ein an der Decke schwebender Vampir sorgt für eine unfreiwillige Blutentnahme, so dass Udo auf einer Krankentrage und mit Blaulicht von einer Nebenbühne durchs Publikum zurück zur Hauptbühne gebracht wird. Auch neu und durchaus sehr gelungen: Die Backstage-Bar steht diesmal seitlich auf der Hauptbühne und wird von pausierenden Musikern, Artisten, und Tänzern gerne in Anspruch genommen. Als Barkeeper serviert natürlich niemand anders als Eddy Kante stilecht den einen oder anderen Eierlikör...
Udo präsentiert in knapp 3 Stunden alles, was das Volk begehrt, rund 4 Jahre nach nach seinem Comeback-Album "Stark wie Zwei" ist Udo heute stärker als je zuvor und nachdem der letzte Ton von "Goodbye Sailor" verklungen ist, die Lindenburg erneut in einem Feuerball untergegangen ist, gucken wir in unsere Gesichter und fragen uns: Ist das da ne Träne in deinem Gesicht - nee, das ist doch nur das Kneipenlicht...


